Von den Besten lernen: Schweizer Hotellerie als Vorbild in der Krise

Von den Besten lernen: Schweizer Hotellerie als Vorbild in der Krise

Mit gutem Krisenmanagement und neuen Markteinführungen wie den Ameron-Hotels bleibt der Schweizer Markt Benchmark für die europäischen Nachbarn.

Mallorca hat es dem Rest der Europäer vorgemacht: Seit dem 26. April gelten hier deutliche Lockerungen mit dem Ergebnis, dass die Corona-Inzidenz unten und der Umsatz oben bleibt. Österreich zieht nach und plant umfangreiche Öffnungen für Mai. Sylt öffnete am 1. Mai als erstes zartes Pflänzchen in Deutschland, während der Schweizer Tourismus wirtschaftlich in voller Blüte steht.

Dabei ist die Schweiz für viele immer noch nur luxuriös, teuer und (zu) neutral. Doch gerade die Schweizer Hotelbranche demonstriert einen deutlich innovativeren und vor allem erfolgreichen Trend: Mit dem Krisenmanagement und neuen Markteinführungen wie den Ameron-Hotels von Althoff bleibt der Schweizer Markt Benchmark für die europäischen Nachbarn. Gastronomie und Hotellerie hatten und haben während der Pandemie weitestgehend geöffnet. Das The Chedi Andermatt Hotel, eines der besten Resorts der Welt, hatte 2020 sogar das umsatzstärkste Jahr seiner Geschichte.

Ein absolutes Vorbild für die Post-Covid-Hotellerie ist die Marke Ameron. Die in meiner bisherigen Wahrnehmung eher blasse Vier-Sterne-Marke hat sich nun durch neue Produkte im Markt positioniert und wird sicher, sobald die Krise ein Ende findet, den Vier-Sterne-Markt dominieren.

 

Die Ära Althoff

Von den Besten lernen: Schweizer Hotellerie als Vorbild in der Krise
Copyright: Althoff Hotels

Unternehmerischen Mut und Persönlichkeit beweist Thomas Althoff seit 35 Jahren in der Hotelbranche. Gerade in Krisenzeiten erfindet er spannende Konzepte neu, ohne dabei seine Werte zu verlieren. Seine Häuser repräsentieren ausnahmslos exzellente Qualität und herzlichen Service. Besonderes Aushängeschild des „Herren der Sterne“ sind die preisgekrönten Gourmet-Tempel. Es existiert keine Hotelgesellschaft im deutschsprachigen Raum, die mehr Michelin Sterne im Verhältnis zu der Anzahl der Hotels vereint wie die Althoff Collection. Einige, wie das Althoff Grandhotel Schloss Bensberg oder das Althoff Seehotel Überfahrt verwöhnen ihre Gäste sogar mit 3-Sterne-Kochkünsten.

Zukunftsorientiert agiert Althoff auch in Personalfragen. Für die 4-Sterne- Hotel-Marke AMERON setzt er den aktuell vielleicht besten Hotelier Europas, Frank Marrenbach, als Gesellschafter und CEO ein. Für Marrenbach war dieser Schritt sicherlich keine einfache Entscheidung. Der Ausnahme-Hotelier hat zuvor aus einem losen Konglomerat von einzelnen, exzellenten Hotels die heutige Oetker Collection für die gleichnamige Eigentümer-Familie erschaffen und sie zu einer der drei besten Hotelmarken etabliert. Nun nutzt er seine Chance und gestaltet als Unternehmer unter anderem die Marke AMERON. Der CEO ist der Intellektuelle unter den Hoteliers, der gleichzeitig weltoffen und ein echter Macher ist. Er verfügt über einen exzellenten Blick für das Wesentliche und setzt Ideen pragmatisch hervorragend um. Eine seltene Kombination. Talente wie Frank Marrenbach und Ingo C. Peters aus dem Hotel Vier Jahreszeiten in Hamburg prägten wie kein anderer in den letzten 15 die Hotellandschaft in Deutschland. Nun ernten sie ihre Früchte.

Wie die AMERON-Vision zur Realität erwacht, konnte ich mir vor der Eröffnung im Bellerive au Lac in Zürich genauer anschauen.

Stilsicheres City-Juwel: AMERON Zürich Bellerive au Lac

Copyright: Althoff Hotels
Copyright: Althoff Hotels

Ende 2019 verließ die Hotelgesellschaft Steigenberger das Gebäude direkt am Zürichsee. Althoff und Marrenbach renovierten das verkannte Juwel aufwändig und eröffnen es noch im Mai 2021 als drittes Haus, der in der Schweiz ansässigen AMERON Hotels.

Von den Besten lernen: Schweizer Hotellerie als Vorbild in der Krise
Copyright: Althoff Hotels

Allein die Lage direkt am Zürichsee wird künftig Reisende magisch anziehen. Das Haus, das unter der Leitung der Steigenberger Hotelkette eher durchschnittlich performte, birgt in meinen Augen großes Potenzial. Die AMERON Hotels stehen für Individualität und sehr unterschiedliche Ausrichtungen. Im Bellerive au Lac erkenne ich den Charakter bereits an der historischen Fassade. Seit 1990 steht das Gebäude unter Denkmalschutz, so dass die vergangenen Ereignisse in den Gemäuern gespeichert bleiben. Das Interieur steht im geschmackvollen Kontrast zur historischen Fassade: Modern interpretiertes Art Deco mit blauen Farbakzenten in den Zimmern repräsentiert eine luxuriöse Frische. Das liegt vermutlich auch an den grandiosen Ausblicken.

Von den Besten lernen: Schweizer Hotellerie als Vorbild in der Krise
Copyright: Althoff Hotels

Wenn Sie sich wie ich nicht zwischen Stadt und Seeblick entscheiden wollen, dann buchen Sie einfach die Turmsuite. Hier genießen Sie auf insgesamt 90 Quadratmeter Zimmerfläche ein 360 Grad Panorama. Nach einem ausgiebigen Saunagang relaxen Sie auf der 20 Quadratmeter großen Dachterrasse.

Ob die insgesamt 61 Zimmer am Ende ausreichen oder sogar ein Segen sind, wird dann die Zukunft zeigen.

Übrigens, jenseits der 4-Sterne-Kategorie ist zweifelsohne seit Jahren das The Dolder Grand das beste Haus in Zürich. Das Stadt-Resort thront im wahrsten Sinne des Wortes über allem – auf einem Berg. Der neue Direktor Markus Granelli hat das Haus an die europäische Spitze gebracht.

Das sportliche Berg-Resort: AMERON Davos Swiss Mountain Resort

Kennen Sie das Gefühl, wenn der Berg ruft? Die majestätischen Schweizer Berge scheinen dies sehr laut zu tun, jedenfalls zieht es mich gerade in der Schweiz immer wieder in die Abgeschiedenheit der Berge. Auf Komfort und Qualität muss ich dabei nicht verzichten. Davos ist mir aus meiner aktiven Zeit als Hotelier wohlbekannt. Damals verantwortete ich drei Hotels in der größten Stadt in den Alpen. Davos ist die höchstgelegene Stadt Europas, weltbekannt für sein Heilklima und natürlich für sein Skigebiet der Sonderklasse. Dennoch ist es den hiesigen Hoteliers nie gelungen, sich auf eine bestimmte Zielgruppe zu fokussieren wie beispielsweise der Urlaubsort Leogang in Österreich dies umsetzt. Davos will alles: Tagungen, Ski, Familie, Golf und Sommertourismus. Eine Ausrichtung als Everybody´s Darling ist eben nicht der Weg für ein Weltklasse-Resort.

Von den Besten lernen: Schweizer Hotellerie als Vorbild in der Krise
Copyright: Althoff Hotels

Von den Besten lernen: Schweizer Hotellerie als Vorbild in der Krise
Copyright: Althoff Hotels

Als Sportler fühle ich mich im AMERON Davos Swiss Mountain Resort sehr gut aufgehoben. Das Innendesign erinnert mich an ein behagliches, uriges Bergchalet. Das 4-Sterne-Resort ist auf einen aktiven Aufenthalt seiner Gäste mit verschiedenen Optionen wie Biketouren ausgelegt. Das Preis-Leistungsverhältnis ist dabei für Schweizer Verhältnisse exzellent.

Zu Recht ist das Mountain Resort Rang 8 im einzig relevanten Hotelrating der Schweiz von Karl Wild in der Kategorie „Die besten Winterhotels 2019“. Übrigens ist Karl Wild Spiritus Rektor der 101 besten Hotels Deutschlands (www.die-101-besten.com).

Die Luxusalternative in Davos ist für mich aber nach wie vor das Steigenberger Grandhotel Belvedere. Spätestens seit Thomas Kleber es vor einigen Jahren auf ein neues Level führt, sind Luxus und Servicequalität konkurrenzlos in Davos.

Das Juwel am Vierwaldstättersee: AMERON LUZERN Hotel Flora

Von den Besten lernen: Schweizer Hotellerie als Vorbild in der Krise
Copyright: Althoff Hotels

Von den Besten lernen: Schweizer Hotellerie als Vorbild in der Krise
Copyright: Althoff Hotels

Das dritte AMERON Hotel der Schweiz wurde kürzlich ebenfalls aufwändig renoviert und ist ab sofort wieder geöffnet. Das Hotel liegt eingebettet zwischen den Schweizer Alpen und dem Vierwaldstätter See. Für mich verbindet Luzern städtische Gemütlichkeit mit einer Hingabe an die Schweizer Naturschönheiten. Ein schönes Hideway inmitten urbaner Landschaft. Unter der Leitung von Gabriel Neves und dem Restaurant-Manager Ricardo Neves wurde in diesem AMERON Haus erstmalig das neue Gourmet-Konzept Bacio della Mamma ausgerollt. Die feinen, italienischen Spezialitäten sind das Markenzeichen und bringen das italienische Feuer in die Schweizer Moderne. Ein spannungsvoller Kontrast, die ich auch im Mountain-Resort Davos beobachten und schmecken konnte.

Von den Besten lernen: Schweizer Hotellerie als Vorbild in der Krise
Copyright: Hotel Schweizer Hof Luzern

Das bestgeführte Grand Hotel in Luzern ist für mich aber das Hotel Schweizerhof. Seine exzellente Lage, seine Historie und vor allem die außergewöhnliche Umsetzung von Clemenz Hunziker, dem langjährigen Direktor des Hauses, überzeugen mich jedes Mal erneut. Seit vielen Jahren ist das 5-Sterne Grand-Hotel eine Benchmark für echte Qualität und kulturelle Konzepte in der Luxushotellerie, auch über die Grenzen hinaus.

Schweizer Finesse, italienisches Feuer und die Althoff Werte vereint in den AMERON Hotels

Ich bin mir sicher, dass wir von den beiden Hoteliers Thomas Althoff und Frank Marrenbach zukünftig noch viel hören werden. Stillstand existiert in ihrem Wortschatz nicht. Das Frank Marrenbach den Weg konsequent weitergeht und auch künftig herausragende Produkte entwickelt, können Sie bereits jetzt an den neuen Häusern AMERON Alpsee Resort & Spa Neuschwanstein und der AMERON Motorworld in München sehen. Ich kann es kaum erwarten, die neuen Häuser auch als Übernachtungsgast endlich wieder zu besuchen.

Die AMERON Hotels in der Schweiz zeigen auf dem 4-Sterne-Markt, welches großartige Potential in dieser Preiskategorie vorhanden ist. Jung und chic, sportlich und unprätentiös, vielseitig und authentisch – diese Attribute beschreiben die jeweils einzigartigen Charaktere der Hotels. Immer erkennbar: Die Handschrift des und den Geschmack des Althoff Imperiums. Wenn ich mich für ein AMERON in der Schweiz entscheide müsste, dann wäre es sicher das AMERON Bellerive au Lac. Sie wissen schon, das mit dem Turmzimmer.


nach oben