China Club Berlin: Glamouröses Networking in der Concubine-Suite

China Club Berlin: Glamouröses Networking in der Concubine-Suite

Members only: Im China Club trifft sich die Elite aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik – bei asiatischer Kulinarik und einer persönlichen Kunstsammlung.

Glamourös, kosmopolitisch und individuell – diesen Attributen verleiht Anne Maria Jagdfeld, die Initiatorin des seit gut einer Woche wieder geöffneten China Club Berlin, mit fernöstlicher Kunst und asiatischer Haute Cuisine Ausdruck. Die Designerin und Innenarchitektin weiß, was ihre anspruchsvollen Gäste schätzen, es sind allesamt Medienvertreter, Wirtschaftsgrößen, Politiker und VIPs aus Kunst, Kultur, Musik und Sport: Exklusivität, Klasse und Privatsphäre, fernab des fordernden Alltagsgeschäfts.

Jagdfeld präsentierte ihr Feingefühl für außergewöhnliches Innendesign bereits im Adlon Day Spa und in der Präsidentensuite des Berliner Traditionshotels. Mit dem 2002 gegründeten Club hat sie einen neuen, ruhigen Ankerplatz für weltoffene Entscheider im Herzen der Metropole geschaffen, im Adlon Palais. Ihre Sammelleidenschaft für asiatische Kunst lebt die Innenarchitektin über zwei Etagen auf 1500 Quadratmetern aus und erzeugt damit gleichzeitig einen luxuriösen Rückzugsort, in dem sich Gäste in eine andere Welt versetzt fühlen.

Im Business Club, der eher als Social Club fungiert, kümmert sich der wunderbare Henryk Vieillard als Restaurant Manager mit seinem Team seit Anbeginn des Clubs um das leibliche Wohl der Gäste.

Heimlicher Star im Hintergrund ist Küchenchef Tam Kok Kong. Er gilt als einer der besten Köche Asiens, mittlerweile titulieren ihn Medien der Einfachheit halber auch als Berlins besten Koch. Bevor er die Gaumen der Gäste im China Club Berlin verwöhnte, arbeitete er im Gourmettempel „Jade“ in Singapur.

China Club Berlin: Glamouröses Networking in der Concubine-Suite
Tam Kok Kong (Foto: China Club Berlin)

Durch die antiken und vergoldeten Paneele, die ursprünglich aus einem chinesischen Palast stammen und jetzt den Eingangsbereich des Restaurants umrahmen, betrete ich eine andere Welt. Die Atmosphäre ist entspannt, das gesamte Restaurant verströmt ein feines asiatisches Flair, was Lust auf die „Nouvelle Cuisine“ macht: Klassische, asiatische Kochkunst verschmilzt hier mit internationalen Geschmacksrichtungen und Zutaten.

China Club Berlin: Glamouröses Networking in der Concubine-Suite
Foto: China Club Berlin

International berühmte Delikatessen

Küchenchef Tam verwendet dabei ausschließlich erstklassige und frische Produkte. So stammen die Garnelen aus einem Wildfang, zahlreiche Produkte sind aus regionalen, ökologisch geführten Landwirtschaftsbetrieben, wie dem Gut Vorder Bollhagen an der Ostsee.

Dass die Küche des Clubs international berühmt ist, schmecke ich schon während des Entrees: Als Vorspeise gibt es Dim Sum in vielfältigen Variationen. Die gedämpften Köstlichkeiten – eigentlich eine Frühstücksdelikatesse in China – sind gefüllt mit Garnelen, Krebs- und Krabbenfleisch oder einem Stück Jakobsmuschel. Bei der gebackenen Wantan umschließt hauchdünner Teig frisch zubereitete Garnelen samt japanischem Mayonnaisetopping.

Die pikanten Soßen sind eigens für die Dim Sum-Spezialitäten entworfen: Neben einer scharfen Chilisoße bringt die mehrmals einreduzierte und mit feinen Gewürzen und gehackten Garnelen abgeschmeckte XO-Soße asiatische Tradition gekonnt auf den Teller. Der Kellner weißt uns mit einem Augenzwinkern darauf hin, dass die Wantan am meisten Spaß machen, wenn man sie mit der Hand genießt. Dieser Aufforderung folge ich gern.

China Club Berlin: Glamouröses Networking in der Concubine-Suite
Dim Sum in allen Variationen (Foto: China Club Berlin)

Als Zwischengang wird die Visitenkarte des Hauses serviert: die Wasabi-Prawns, Riesengarnelen ausgebacken in japanischer Zitronen-Wasabi-Mayonnaise. Mit diesem Gericht ist Chefkoch Tam zurecht weltberühmt geworden. Der Hauptgang steht den vorherigen Gängen geschmacklich in nichts nach: Auch die Peking-Ente zählt zu den Spezialitäten des Hauses und ist quasi die asiatische Antwort auf Auguste Escoffiers weltbekanntes „Geflügel à la Derby“.

Chefkoch Tam backt die Ente saftig aus und präsentiert sie mit gelackter Haut und chinesischen Kräutern, ein Genuss für Augen und Gaumen. Meine Dinnerpartner freuen sich über ein „scharfes Huhn“, so wird es uns angekündigt. Gereicht wird es mit frischem Wokgemüse und weißem Jasminreis. Aus meiner langjährigen Zeit in Peking schätze ich die feinen Nuancen der asiatischen Kochkunst und fühle mich, wenn die Gerichte auf einem derart hohen Niveau zubereitet werden, wie in meinem fernen Zuhause.

Concubine-Suite (Foto: China Club Berlin)
Concubine-Suite (Foto: China Club Berlin)

Die eichenvertäfelten Flure führen den Gast aus dem Eingangsbereich in den Club. Wer sich mit seinen Geschäftspartnern zurückziehen möchte, geht direkt in die sieben individuell eingerichteten Suiten mit den verheißungsvollen Namen „Concubine“, „Imperial“ oder „Taipan“. Handgeschnitzte Türen aus alten Teehäusern, handbemalte Seidentapeten und Antiquitäten verleihen jedem Raum seinen ganz eigenen Charme.

Ich trinke zunächst einen Aperitif an der Bar. Mit ihren roten Satinwänden und dem polierten Mahagoni erinnert sie an die legendäre „Peace Bar“ in Shanghai. Das gesamte Interieur des Clubs ist ein Mix aus dem mondänen Shanghai der 1930er und 1940er Jahre und kontemporärer chinesischer Kunst. Von der Bar führt eine Treppe zur Dachterrasse. An lauen Sommerabenden ist sie ein absolutes Highlight und gewährt einen direkten Blick auf den Reichstag, das Brandenburger Tor und den Potsdamer Platz. Für mich ist sie definitiv eine der schönsten Dachterrassen in Berlin.

Die Sammlung zeitgenössischer chinesischer Kunst zählt zu den bedeutendsten in Europa und, wie Investor Anno August Jagdfeld mir zu berichten weiß, zu einer der drei bedeutendsten der Welt. Die Werke geben einen umfassenden Überblick über die aktuelle Kunstszene in China. Das Spektrum ist groß und zeigt mit ironischen Bildern von Kindern in Militäruniformen oder gleichförmigen Männerköpfen die künstlerische Antwort auf die normierte Gesellschaft, in Anlehnung an die One-Child-Politik Chinas.

Die Werke beweisen: Die zeitgenössische asiatische Kunst hat sich längst aus der Politik entfernt und entfaltet sich frei. Die jungen Künstler erforschen neue Wege, die nicht mehr dem traditionellen Kunstverständnis entsprechen. Dieser kreative Ausdruck einer neuen Generation regt auch die Besucher des China Clubs zu tiefgehenden Gesprächen und Inspirationen an.

Wer Mitglied im China Club Berlin werden will, bewirbt sich direkt oder erhält eine Einladung auf Empfehlung. Das Management und ein Kuratorium entscheiden gemeinsam über eine neue Mitgliedschaft. Diese kostet 10.000 Euro einmalig sowie jährlich 2.000 Euro.

Die Investition in eine Mitgliedschaft zahlt sich jedenfalls aus: Im China Club Berlin taucht der Gast in eine exotisch fernöstliche Welt ein, erlebt in exklusiven Räumlichkeiten eine ungestörte Zeit mit Freunden oder Geschäftspartnern und genießt feinste asiatische Speisen. Ein perfektes Ambiente, in dem sich sicherlich viele neue Geschäftsideen entwickeln und unternehmerische Weichen für die Zukunft stellen lassen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.


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